Vorstellung

Mein Name ist Dr. Mark Marzinzik und ich präsentiere auf dieser Website einige Ergebnisse meiner Familiengeschichtsforschung und ich berichte von manchen Erfahrungen, die ich in vielen Jahren Ahnenforschung gesammelt habe.

Unser Familienname Marzinzik ist sehr wahrscheinlich polnischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus dem Vornamen Marczin, der polnischen Fassung des Vornamens Martin (im Mittelalter beliebt durch den Heiligen Martin von Tours), und der Endung -czyk (später auch -zig und -zik), die soviel bedeutet wie »Sohn von« oder »Angehöriger von«. Unser Nachname heißt also schlicht »Martinssohn« und ist daher auch überhaupt nicht selten.

Es ist mir gelungen, meine (väterliche) Stammlinie bis etwa 1700 zurückzuverfolgen (mit Kirchenbucheinträgen). Alle meine Vorfahren haben im Kreis Lötzen und Kreis Angerburg gelebt. Größtenteils auf Gutshöfen der Schenk zu Tautenburg (also Doben, Kühnort, Faulhöden, etc.).

In einer Zinsliste von 1506 für Steindamer(au) (das ist das spätere Camionken und ab 1928 Steintal im Kreis Lötzen), in dem auch wieder die letzten Generationen meiner Vorfahren gelebt haben (und das nur einige Kilometer von den Gutshöfen der Tautenburgs entfernt liegt) habe ich einen »Martschin des Reussen Schwager« entdeckt, neben einem »Martschin der Deutsche«. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ersterer mein Stammvater ist, da wir definitiv slawischer Abstammung sind, was die Analyse meines Y-Chromosoms ergeben hat (Haplogruppe I-CTS10288 — dieselbe wie Martin Luther — Subgruppe I-Y5598).
In vielen Fällen wurde die erste Generation, die aus dem südlicheren Masovien und anderen Regionen eingewandert ist, nur nach ihren Vornamen benannt und die nächsten Generationen bekamen dann das »-czyk« bzw. »-zig« oder »-zik« angehängt, was »der Kleine« oder »der Sohn« bzw. »der Nachkomme« heißt.
Dafür gibt es viele Beispiele in Masuren: Daniel — Danielzig, Willim — Willimzig, Mathes — Matheszig usw.

Sehr hilfreich war mir das Archiv der Kreisgemeinschaft Lötzen, das sich in Neumünster (Schleswig-Holstein) befindet, sowie die Website und Datenbank von Bernd Sawatzki (www.lötzen.de).
Die Detailrecherche wurde sehr erleichtert durch die gescannten Kirchenbücher, die man gegen Bezahlung auf www.archion.de einsehen kann.

Meine Familiengeschichtsforschung konzentriert sich auf die folgenden Familien: Marzinzik, Bödeker, Marquard, Warnken, Goldbecker, Weitzel und Bolfras.
Mütterlicherseits ergab die Analyse meiner Mitochondrien-DNA Verbindungen nach Norwegen und England (mtDNA-Haplogruppe T2a1a).